ONE EARTH

«Künstlerische Perspektiven auf den Lebensraum «Erde» im Kontext
von Geopolitik und Klimakrise»


Projektzeitraum: 11. Oktober bis 22. November 2026
Eröffnung: Samstag, den 10. Oktober 2026, ab 16 Uhr im KVN Projektraum

Grußworte:
Dr. Brigitte Pihulak, Erste Vorsitzende Kunstverein Neuhausen
Dr. Philipp B. Bocks, Präsident Rotary Club Stuttgart-Filder
Felix Maisch, Regionaldirektor, Privatkunden Filder, Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen
Maria-Angela Lanza, Filialleiterin der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen in Neuhausen/Fildern
Einführung: Susanne Jakob M.A., kuratorische Leitung & Geschäftsführung

Ausstellungsort: Kunstverein Neuhausen e.V. – KVN Projektraum
(Kapelle), Rupert-Mayer-Str. 68 B. 73765 Neuhausen/Fildern 
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 14-18 Uhr oder nach Vereinbarung: kv.neuhausen@gmail.com

Mit der Gruppenausstellung «ONE EARTH» setzt der Kunstverein Neuhausen seine langjährige Auseinandersetzung
an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst und ökologischen Transformationsprozessen fort.
Im Zentrum steht die Erde als planetarer Lebensraum und als lebendige Substanz, die ausgebeutet, verletzlich und zugleich von faszinierender Vielfalt ist. Die Ausstellung bringt dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit künstlerischen Perspektiven und Fiktionen zusammen. Sie lädt dazu ein, vertraute Vorstellungen zu hinterfragen, neue Zusammenhänge zu entdecken und die Erde nicht nur als abstrakten Planeten, sondern als materiellen, komplexen und miteinander verbundenen Lebensraum wahrzunehmen. Die beteiligten Künstler:innen und Wissenschaftler:innen schaffen Erfahrungsräume, in denen Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch sinnlich und emotional erfahrbar wird.

Kunst und Wissenschaft im Dialog
Die acht zeitgenössischen Künstler:innen – Rodrigo Arteaga, Anna Ingerfurth, Marie Lienhard, Christl
Mudrak, Oliver Ressler, Monika Schaber, Anita Stöhr Weber und Linda Weiß
sowie die kollaborierenden
Wissenschaftler Massimiliano Mollona (Filmer und Anthropologe, Universität Bologna) und Leander
Weber
(Biologe, Universität Hohenheim) – arbeiten mit einem erweiterten Verständnis von Nachhaltigkeit. Sie orientieren sich an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UN-Agenda 2030
und machen mit ihren forschungsbasierten, prozesshaften und häufig systemkritischen Arbeiten komplexe
ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge erfahrbar. Dabei werden abstrakte Nachhaltigkeits- und
Klimamodelle, Satellitendaten oder materielle Bodenproben in visuelle, körperliche und
handlungsbezogene Erfahrungsräume übersetzt. Wie eng ökologische Fragen mit politischen und wirtschaftlichen Interessen verbunden sind, zeigen beispielsweise die interdisziplinären Recherchen der Filmemacher Massimiliano Mollona und Oliver Ressler. In ihrer Videoarbeit «“The Labour that Remains” (2026) untersuchen sie die Verflechtungen zwischen Geopolitik und fossiler Industrie und machen die Ausbeutung von Ressourcen und Arbeitskräften sichtbar, die daraus hervorgeht.

Kunsthistorische Position trifft auf Gegenwartskunst
Ergänzt werden die zeitgenössischen Positionen durch dokumentarische Schwarz-Weiß-Fotografien des
US-amerikanischen Earth-Art-Pioniers Dennis Oppenheim (1938–2011) aus den Jahren 1968 bis 1977. Seine Projekte verweisen auf die Anfänge eines wachsenden ökologischen Bewusstseins in den späten 1960er und
frühen 1970er-Jahren – eine Zeit, in der unter anderem der Club of Rome mit seinem Bericht von 1972
die Grenzen des Wachstums öffentlich zur Diskussion stellte.

Das «Erdlabor» – Erde entdecken, anfassen und erforschen
Ein zentraler Bestandteil von «ONE EARTH» ist das begleitende Vermittlungsprogramm. Im KVN-Projektraum
entsteht in Zusammenarbeit der Künstlerin Linda Weiß (Blockadia Tiefsee) mit dem Biologen Leander
Weber (Universität Hohenheim) ein sogenanntes «Erdlabor». Das partizipative Projekt richtet sich in
Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen insbesondere an Kinder und Jugendliche. Im
Mittelpunkt steht die Erde als faszinierender Lebensraum, und dabei vor allem die kaum sichtbare Welt der
Mikroorganismen.

Kooperationen: In Zusammenarbeit mit der Galerie Imke Valentien, Stuttgart, und Ilona Keilich, EXOgallery, Stuttgart. Grafik: Prof. Ulrich Cluss, Stuttgart/Berlin

Dank an Christine Schönherr für die Restaurierung ihres Langzeitprojekts „BLUE SPACE“ (seit 2020) Info: https://www.farbwerk-stuttgart.de/

Mit freundlicher Unterstützung:

Kommune Neuhausen, Regierungspräsidium Stuttgart, Rotary Club Stuttgart-Filder und Stiftung der
Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Abb.1: : Dennis Oppenheim „Salt Flat“ (1968), Privatbesitz. Themen: Minimal Art, Translokation, Rohstoffe, Industrieller Salzabbau.

Abb. 2: Massimiliano Mollona & Oliver Ressler, “The Labour that Remains”, Video-Installation, 2026 © Mollona © Ressler
Geopolitik, Ausbeutung Ressourcen, Rassismus, Umweltzerstörung.

Abb.3: Monika Schaber, „Vom Verschwinden„: Nächtliche Satellitenbilder von Aleppo (Syrien) zu Beginn des Bürgerkriegs 2011 (oben) und nach 4 Jahren Bürgerkrieg 2015 (unten).
Holzschnitt auf Japanpapier jeweils 63 x 95 cm 

Ausstellungsort: Kunstverein Neuhausen – KVN Projektraum
(Kapelle), Rupert-Mayer-Str. 68 B. 73765 Neuhausen/Fildern 
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 14-18 Uhr oder nach Vereinbarung:
kv.neuhausen@gmail.com

Format: Interdisziplinäre Gruppenausstellung mit künstlerischen Recherchen, Installationen, Filme, Aktionen und Dokumentationen sowie einem Vermittlungsprogramm.

Mit freundlicher Unterstützung:
Kommune Neuhausen, Regierungspräsidium Stuttgart, Rotary Club Stuttgart-
Filder und Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.


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