„зyy + hundert“

Mit Werken von 100 Künstler:innen aus der Mongolei und 100 Künstler:innen aus Deutschland. Kuratiert von Katja Brinkmann in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Neuhausen.

17. Mai – 6. Juli 2025

Eröffnung: Samstag, 17. Mai 2025, 16 – 22 Uhr
16.00 Uhr: Grußworte
Mariela Herzog, Erste stellvertretende Bürgermeisterin, Gemeinde Neuhausen a.d.F.
Dr. Mandakhbileg Birvaa, Botschafter der Mongolei
Roland Bleinroth, Honorarkonsul der Mongolei, Baden-Württemberg
Einführende Worte: Susanne Jakob M.A., künstlerische Leitung und Katja Brinkmann, Gastkuratorin

Zur Eröffnung wird das traditionelle mongolische Gericht »Khorkhog« («Schaf in der Milchkanne») im Außenbereich des Kunstvereins zubereitet.

Ausstellungsort: KVN PROJEKTRAUM (Kapelle), Rupert-Mayer-Str. 68 B, 73765 Neuhausen/Fildern

Sonntag, 18. Mai 2025, 15 Uhr
Vortrag von Katja Brinkmann
«Milchtee und Farbenlehre»

Katja Brinkmann lebt und arbeitet seit vielen Jahren immer wieder für längere Zeit in der Mongolei. Dort hat sie an Ausstellungen und Projekten teilgenommen und drei Jahre an der Mongolischen Hochschule für Kunst und Kultur unterrichtet. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in das urbane Leben in Ulaanbaatar, die Kunstszene und ihre Arbeit mit den Studierenden. Sie erzählt von ihrer künstlerischen Tätigkeit vor Ort und ihren Aufenthalten bei Nomaden auf dem Land. Foto im Header: Katja Brinkmann


Sonntag, 1. Juni 2025, 16 Uhr
Rundgang durch die Ausstellung
mit Susanne Jakob M.A., Künstlerische Leitung

Finissage, 6. Juli 2025, 16 Uhr
Vortrag von Ekkehard Strien

«Edelweiss und Pferdehaar»

«Nachwachsende Rohstoffe in der Mongolei und ihre nachhaltige Weiterverarbeitung».


Ekkehard Strien arbeitet als Produktdesigner und Ergonomiespezialist in verschiedenen Branchen. Im Jahr 2000 war er erstmals in der Mongolei als Kurzzeitdozent für Produktdesign an der Mongolian University of Science and Technology. Von 2002 bis 2007 folgten sechs weitere Lehraufträge und eine Tätigkeit als Kurzzeitexperte für die GIZ (GTZ).
Von Anfang an beschäftigte er sich mit nachwachsenden Rohstoffen in der Mongolei, deren (traditioneller) Verarbeitung und deren Potential hinsichtlich einer nachhaltigen technischen Umsetzung unter aktuellen Aspekten.

„Die Ausstellung „зуу + hundert“ präsentiert ein breites Spektrum an künstlerischen Positionen aus der Mongolei und Deutschland, sowohl was die Arbeitsweisen und verwendeten Medien als auch das demographische Spektrum der Künstler:innen betrifft. Von Zeichnung, Malerei und Druckgrafik über Fotografie bis hin zur fotografischen Dokumentation von Performance und Land Art sind zahlreiche künstlerische Gattungen vertreten.
Die von Katja Brinkmann zusammengestellte Ausstellung zeitgenössischer deutscher und mongolischer
Künstlerinnen „setzt ein Austauschprojekt fort,
das die in Berlin und Ulanbaataar lebende Künstlerin im Jahr 2024 anlässlich des Jubiläums »50 Jahre deutsch-mongolische diplomatische Beziehungen« initiiert hat: Die Arbeiten der mongolischen Künstler:innen wurden in Berlin (BCMA Gallery) und Hamburg (HyCP Veddel Space) präsentiert und im Gegenzug waren die Arbeiten der Künstler:innen aus Deutschland in Ulaanbaatar (Red Ger Gallery) zu sehen“. (Katja Brinkmann)

Auf Einladung des Kunstvereins Neuhausen werden nun erstmals beide Ausstellungen zusammen gezeigt und in eine spannende künstlerische Gegenüberstellung gesetzt.

Ergänzt wird die Präsentation durch Serien konzeptueller Fotografie von Katja Brinkmann, die in der Mongolei entstanden sind. Die Begegnung mit der einzigartigen Landschaft, dem Licht, den Farben und Strukturen prägt auch die dort entstandenen Fotoserien. In einer weiteren Fotoserie unterzieht Brinkmann das urbane Phänomen der „Kioske“und seiner Nutzerinnen einer künstlerischen und soziologischen Nahbetrachtung. Aus der Perspektive einer Malerin aufgenommen, laden die Fotografien zu einem neuen Blick auf das Alltägliche und die natürlich belassene Steppenlandschaft ein.

English version
“The exhibition “зуу + hundert” presents a broad spectrum of artistic positions from Mongolia and Germany. This combines both the working methods and media as well as the demographic spectrum of the artists. From drawing, painting and printmaking to photography and photographic documentation of performance and land art, numerous artistic genres are represented.
The exhibition of contemporary German and Mongolian artists curated by Katja Brinkmann “continues an exchange project that the artist, who lives in Berlin and Ulanbaataar, initiated in 2024 to mark the anniversary of 50 years of German-Mongolian diplomatic relations”: The works of the Mongolian artists were presented in Berlin (BCMA Gallery) and Hamburg (HyCP Veddel Space) and, in return, the works of the artists from Germany were shown in Ulaanbaatar (Red Ger Gallery).
At the invitation of the Kunstverein Neuhausen, both exhibitions are now being shown together for the first time and placed in an exciting artistic juxtaposition.

The exhibition is complemented by series of conceptual photography by Katja Brinkmann, which were created in Mongolia. The encounter with the unique landscape, the light, the colors and structures also characterizes the photo series created there. In another photo series, Brinkmann takes an artistic and sociological close-up look at the urban phenomenon of “kiosks” and their users. Taken from the perspective of a painter, the photographs invite us to take a new aesthetic view at the everyday life and the natural steppe landscape.

Fotos © Katja Brinkmann

Je hundert künstlerische Positionen aus Deutschland und der Mongolei:

100 Positionen in der Mongolei lebender Künstler:innen

100 Positionen in Deutschland lebender Künstler:innen


Abb.: ENKHBOLD Togmidshiirev (*1978, lebt in der Mongolei)


Abb.: © Roland Boden (*1962 in Dresden, lebt in Berlin)


«… Aber Kulturaustausch kann noch viel mehr: Menschen verbinden, mit Emotionen arbeiten, mit Kunst auf Konflikte reagieren. Man kann Künstlerinnen und Schriftstellern nicht vorschreiben, was sie zu denken haben. Kultur ist kein „nice to have“, sondern überlebenswichtig. Da entfaltet sich die Fantasie von Gesellschaften.”

Ex-Goethe-Präsidentin: Carola Lentz, in: Die Zeit, 29.1.2025


Mit freundlicher Unterstützung durch die Kommune Neuhausen, Regierungspräsidium Stuttgart, Land Baden-Württemberg, Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Goethe Institut Mongolei, Verein der mongolischen Akademiker e.V., Stuttgart.


Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..