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Ein experimentelles Recherche- und Entwurfsprojekt des «Lehrstuhl für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen» im Kunstverein Neuhausen.
Leitung: Prof. Mark Blaschitz (SABK Stuttgart, Graz/A:), wissenschaftliche Assistenz: Rafael Rychlik M.A.
Header: Plan KVN Projektraum (eh. Kapelle) mit Bundesschule des THW/UN
Seit dem Sommersemester 2020 widmet sich das „The Baukunst Studio“ unter der Leitung von Prof. Mark Blaschitz (SABK Stuttgart) mit dem Forschungsprojekt „Utopias of Change for 21st Century to Save our Earth“ dem Thema des Sorgetragens um die Bedingungen der Bewohnbarkeit unserer Erde und der Frage:
„Was können wir als Architekt:innen zur Bauwende beitragen?“
Im Sommersemester 2026 arbeitet der Lehrstuhl für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen eng mit dem Kunstverein Neuhausen zusammen.
Seit 2009 nutzt der Kunstverein eine ehemalige Jesuitenkapelle als Projektraum. In den zurückliegenden Jahren hat sich dieser zu einem Ort des Experimentierens, des Ausstellens, des Darstellens, der Vermittlung und des Diskurses entwickelt. Der KV Neuhausen präsentiert überwiegend transdisziplinäre, orts- und kontextbezogene Projekte. Dazu zählen der „Novizenweg – Baubotanischer Rundweg“ (2019–2029) des BUREAU BAUBOTANIK und der von Folke Köbberling entworfene OUD-Pavillon aus natürlichen und recycelten Baustoffen.
Der Standort des Kunstvereins zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe kulturelle, biologische und architektonische Dichte aus. Bestehende ortsspezifische Installationen binden bereits heute Bäume, Pflanzen und andere Lebewesen aktiv in die Situation ein. Diese Verbindung macht den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt, um Fragen nach ökologischer und baukünstlerischer Transformation im Sinne eines transdisziplinären Entwerfens und Handelns zu stellen.
Im Sommersemester 2026 werden Studierende des Baukunst-Studios in einem praxisnahen Entwurfsprojekt genau an diesem Ort arbeiten. Ziel ist es, im Dialog mit dem Ort, seiner Geschichte und seinem ökologischen Bestand, einen Prototyp für eine Residenzmöglichkeit für Künstler:innen zu entwickeln. Der Bedarf für eine solche Unterkunft wurde vom Kunstverein benannt, erste infrastrukturelle Voraussetzungen bestehen bereits. Ein konkreter, dauerhaft nutzbarer Raum zum Wohnen, Arbeiten und Rückzug von Künstler:innen fehlt jedoch bislang.
Das Semesterprojekt nimmt diesen Bedarf zum Ausgangspunkt und lädt Studierende dazu ein, ressourcenschonende, selbstbaubare und ortssensible Entwürfe zu erarbeiten.
Der Entwurf bildet die Grundlage für eine mögliche Umsetzung. In Kooperation mit dem Netzwerk des Kunstvereins wird eine begleitende Ausstellung entstehen, in der sowohl die Entwürfe als auch ausgewählte Arbeiten präsentiert werden.
Abbildungen: Teekräuterernte 2024 © SuJakob; Installation Barbara Karsch-Chaieb, Loggia des KVN 2024 © Karsch-Chaieb; Anbau „tuber uncinatum“ 2024 © Ginster Bauer



Text © Mark Blaschitz & Rafael Rychlik 2026
Mit freundlicher Unterstützung:
Kommune Neuhausen, Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Regierungspräsidium Stuttgart.

