ResiDensity
Ein transdisziplinäres Forschungs- und Entwurfsprojekt des «Lehrstuhl für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen» im Kunstverein Neuhausen.
Leitung: Prof. Mark Blaschitz (SABK Stuttgart, Graz/A:)
Wissenschaftliche Assistenz: Rafael Rychlik M.A.
Header: Plan KVN Projektraum (eh. Kapelle) mit Bundesschule des THW/UN.
TIMELINE
01. Mai bis 12. Juli 2026 KUNSTVEREIN NEUHAUSEN
17. bis 20. Juli 2026, Rundgang Staatliche Akademie der bildenden Künste
Samstag, 02. Mai 2026, 10-17 Uhr:
Prozess I: ORTSRECHERCHE
Mittwoch, 13. Mai 2026
ORTSANALYSE mit Biolog:innen der Universität Hohenheim.
20. -21. Mai 2026: Prozess II
20. Mai: SELF RESIDENCY, 0-24 Uhr
21. Mai: SELF RESIDENCY mit performativer Installation (0-24 Uhr)
08. – 28. Juni 2026:
Ausstellung I: Zeichnungen & Entwürfe zur Mensch-Pflanzen-Relation im Wohnbau
Samstag, 13. Juni 2026: Prozess III
Gastkritik mit Prof. Dr. Sandra Meireis:
19:00 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Sandra Meireis: „Mikroarchitekturen“
29. Juni – 12. Juli 2026:
Prozess IV: Fachdiskurs „ResiDensity“
01. Juli 2026: Rundgang mit Gastkritiker:innen
Samstag: 4. Juli 2026, 16 Uhr – open end
Ausstellungseöffnung II: ResiDensity
Ausstellungsdauer: 5. Juli – 12. Juli 2026
Umzug der Ausstellung „ResiDensity“ an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Eröffnung III: Freitag, 17. Juli 2026, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. – 20. Juli 2026
Seit dem Sommersemester 2020 widmet sich das „The Baukunst Studio“ unter der Leitung von Prof. Mark Blaschitz (SABK Stuttgart) mit dem Forschungsprojekt „Utopias of Change for 21st Century to Save our Earth“ dem Thema des Sorgetragens um die Bedingungen der Bewohnbarkeit unserer Erde und der Frage:
„Was können wir als Architekt:innen zur Bauwende beitragen?“
Der Kunstverein Neuhausen hat im Sommersemester 2026 «Das Baukunst Studio» / Lehrstuhl für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen eingeladen, ein transdisziplinäres und experimentelles Entwurfsprojekt zu einer Künstler:innen-Residenz im Kunstverein Neuhausen durchzuführen.
Seit 2009 nutzt der Kunstverein eine ehemalige Jesuitenkapelle als Projektraum. In den zurückliegenden Jahren hat sich dieser zu einem Ort des Experimentierens, des Ausstellens, der Vermittlung und des Diskurses entwickelt. Der KV Neuhausen präsentiert überwiegend transdisziplinäre, orts- und kontextbezogene Projekte. Dazu zählen beispielsweise der „Novizenweg – Baubotanischer Rundweg“ (2019–2029) des BUREAU BAUBOTANIK (Stuttgart) und der von der Künstlerin Folke Köbberling (Berlin) entworfene OUD-Pavillon aus natürlichen und recycelten Baustoffen. Dieses Projekt gehörte 2022 zu den «best practice» Beispielen für zirkuläres Bauen, die ins Rahmenprogramm der IBA27 Stadtregion Stuttgart aufgenommen wurden.
Der Standort des Kunstvereins zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe kulturelle, biologische und architektonische Dichte aus. Bestehende ortsspezifische Installationen binden bereits heute Bäume, Pflanzen und andere Lebewesen aktiv in die Situation ein. Diese Verbindung macht den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt, um Fragen nach ökologischer und baukünstlerischer Transformation im Sinne eines transdisziplinären Entwerfens und Handelns zu stellen.
Ab Mai 2026 werden Studierende des Baukunst-Studios in einem praxisnahen Entwurfsprojekt genau an diesem Ort arbeiten. Ziel ist es, im Dialog mit dem Ort, seiner Geschichte und seinem ökologischen Bestand, einen Prototyp für eine Residenzmöglichkeit für Künstler:innen zu entwickeln. Der Bedarf für eine solche Unterkunft wurde vom Kunstverein benannt, erste infrastrukturelle Voraussetzungen bestehen bereits. Ein konkreter, dauerhaft nutzbarer Raum zum Wohnen, Arbeiten und Rückzug von Künstler:innen fehlt jedoch bislang.
Das Semesterprojekt nimmt diesen Bedarf zum Ausgangspunkt und lädt Studierende dazu ein, ressourcenschonende, selbstbaubare und ortssensible Entwürfe zu erarbeiten.
Das Entwurfsprojekt soll die Grundlage für eine mögliche Umsetzung in den Jahren 2026/2027 bilden.
Abbildungen:Installation Barbara Karsch-Chaieb, Loggia des KVN 2024 © Karsch-Chaieb; Landbau im Außenbereich: Linda Weiß, „tuber uncinatum“ 2024 © Ginster Bauer


Text © Mark Blaschitz & Rafael Rychlik 2026
Mit freundlicher Unterstützung:
Kommune Neuhausen, Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Regierungspräsidium Stuttgart.

