Für die Ausstellung „Narrative Moments“ im Kunstbezirk Stuttgart bittet das Künstlerteam «verstoffwechselt» um Tonaufnahmen sowie schriftliche Texte und Erzählungen, die von positiven Erlebnissen von und über Menschen mit Migrationsgeschichte berichten.
Gesucht werden persönliche Geschichten über:
+ Unterstützung, Solidarität und Ankommen.
+ gelungene Begegnungen und Integration.
+ Momente der Hoffnung, des Zusammenhalts oder der Ermutigung.
Die Beiträge können selbst erlebt, beobachtet oder erzählt worden sein.
Willkommen sind unterschiedliche Perspektiven, Sprachen und Erzählformen.
Die eingereichten Geschichten werden Teil einer Licht- und Toninstallation, die sich mit Wahrnehmung, Erinnerung und positiver Bestärkung auseinandersetzt.
Inspiriert von der EMDR-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) zielt die Arbeit darauf ab, durch wiederholte, ruhige Wahrnehmungsimpulse negative Denkmuster aufzubrechen und Ressentiments abzubauen – jedoch nicht auf therapeutische, sondern auf künstlerisch-reflexive Weise. Ironische Momente sind ausdrücklich Teil des Konzepts.
Formate:
Audio: gesprochene Texte (MPEG-3, ca. 1–3 Minuten)
Text: kurze Erzählungen, Erinnerungen oder Statements
Hinweis:
Alle Beiträge werden respektvoll und anonymisiert (wenn gewünscht) behandelt.
Mit der Einsendung erklärst du dich mit der Verwendung im Rahmen der Ausstellung «Narrative Moments» einverstanden.
Kontakt: verstoffwechselt@kvnneuhausen.com
«Narrative Moments»
Wir suchen positive Geschichten von und über Menschen mit Migrationsgeschichte für die Ausstellung «Narrative Moments», die zum 30-jährigen Jubiläum des Kunstverein Neuhausen im Kunstbezirk Stuttgart (7.02.-14.03.2026) stattfindet.
Ob kurzer Text oder gesprochene Audioaufnahme (1–3 Minuten) – deine Geschichte wird Teil einer Licht- und Toninstallation, die vom 7. Februar bis 14. März im Kunstbezirk Stuttgart zu sehen und zu hören sein wird.

ORGANON, 2021/2026
Eine Licht-Ton-Installation mit Beteiligungsangebot
von «verstoffwechselt» (Beutinger & Staiger)
Besucherinnen bekommen über einen Kopfhörer (alternativ über Lautsprecher im Raum) Geschichten von Mitbürgerinnen erzählt. Diese sind selbst oder deren Eltern aus unterschiedlichen Teilen der Erde nach Deutschland gekommen. Die Geschichten handeln von Hilfe und Integration. Dem gegenüber stehen immer weiter um sich greifende Vorurteile und Verschwörungstheorien gegenüber anderen Ländern und deren Bürgerinnen, die angeblich eine Gefahr für Deutschland darstellen.
Während des Hörens richten die Besucherinnen ihren Blick auf eine Lichtleiste, auf der sich Lichtpunkte von links nach rechts und umgekehrt bewegen. Die Arbeit bezieht sich auf die in Deutschland von Dr. Arne Hofmann durchgeführte EMDR-Therapiemethode. Durch schnelle Augenbewegungen sollen Ängste und Traumata verarbeitet werden. Unsere Arbeit versucht, negatives Denken durch positive Bestärkung zu verarbeiten, um eventuell vorhandene Ressentiments abzubauen.
„Verstoffwechselt“ will sich diesem Thema durch die künstlerische Methode des Fragestellens annähern, ohne es im medizinischen Sinne zu behandeln. Die Arbeit beinhaltet ironische Aspekte und soll ein rassistisches Meinungsbild ad absurdum führen.