ORTSTERMIN #7

ORTSTERMIN #7 (Reverse)
Teil 2

Von der UHU Bar in den PROJEKTRAUM des KUNSTVEREINS NEUHAUSEN

Eine Translokation von Marie Lienhard

Aus einem Chambre Séparée im ersten Stock der UHU-BAR, dem ältesten Bordell in Stuttgart, wurde ein Triptychon mit der Darstellung eines Uterus abgehängt und in den Projektraum des Kunstvereins Neuhausen gebracht.

Die Leerstelle im Séparée wurde mit einer Fotoarbeit der Künstlerin Sabrina Schray gefüllt.
Nach dem Ende der Ausstellung wandert das dreiteilige Bildwerk wieder zurück in die Szenebar im Leonhardsviertel.
Abb.: Fotoarbeit von Sabrina Schray in der UHU Bar
Foto:© Marie Lienhard

ORTSTERMIN #7 (Teil 1)

Der KUNSTVEREIN NEUHAUSEN zu Gast in der UHU-BAR mit einem Vortrag der österreichischen Kulturwissenschaftlerin Elke Krasny.

Mittwoch, 2. Juli 2025, 19.30 Uhr

VORTRAG

Prof. Dr. Elke Krasny, Kulturwissenschaftlerin, Wien/A

Ort: UHU-Bar, Leonhardstraße 4, Stuttgart-Mitte, Eintritt frei!

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung: kv.neuhausen@gmail.com

Fotos: Uhu-Ambiente © SuJakob
Die Uhu-Bar war bis zur Corona-Pandemie eine Bar mit Laufhaus. Im ältesten Bordellgebäude der Stadt hält die österreichische Kulturwissenschaftlerin Elke Krasny einen Vortrag über „Feministische Infrastrukturkritik” und geht dabei der Frage nach, wie man „die Welt anders bewohnen” könnte.
 An diesem historisch aufgeladenen Ort kann somit für kurze Zeit ein widerständiger Diskursraum entstehen.

Das Ziel der feministischen Infrastrukturkritik besteht darin, die Auswirkungen der grundlegenden Systeme einer Gesellschaft auf das Leben und den Zustand des Planeten zu verstehen.  Dazu gehören technologische und digitale sowie soziale und fürsorgliche Infrastrukturen. Feministische Infrastrukturkritik manifestiert sich durch das Insistieren auf Pflege, Reparatur und Instandhaltung, aber auch durch Widerstand, Verweigerung und Protest, oder manchmal auch durch Angriff. Durch Praktiken der Nutzung und des Widerstands entstehen neue infrastrukturelle Visionen, die dazu beitragen können, Unterdrückung, Gewalt und Diskriminierung zu überwinden.


Elke Krasny ist Professorin für Kunst und Pädagogik an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist eine feministische Kulturwissenschaftlerin, Stadtforscherin und Kuratorin, die sich auf kritische Praktiken in Kunst, Architektur und Urbanismus konzentriert. In ihrer wissenschaftlichen und kuratorischen Arbeit untersucht sie die Verflechtung von Ökologie, Wirtschaft und Arbeit in Architektur, Urbanismus, zeitgenössischer Kunst, Bildung und Feminismus. Sie forscht zu Fragen von «Care» (Sorgetragen) in der Architektur und Stadtplanung und befasst sich mit den Rechten von Frauen, sowie mit dem Widerstand gegen sexuelle Gewalt und soziale Ungerechtigkeit.


«ORTSTERMIN. HOMESERVICE“ ist eine Projektreihe des KV NEUHAUSEN anlässlich seines 30-jährigen Bestehens. Das Projekt thematisiert partizipative und experimentelle Praktiken, die der Kunstverein Neuhausen in den vergangenen dreißig Jahren immer wieder angeboten und durchgeführt hat. https://kvnneuhausen.com/

In Zusammenarbeit mit dem feministischen Kollektiv «MOTHERS, WARRIORS and POETS»
https://mothers-warriors-andpoets.net/

Mit freundlicher Unterstützung
Kommune Neuhausen, Regierungspräsidium Stuttgart, SV SparkassenVersicherung.


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